Erdgasspeicherung in Deutschland wird immer wichtiger
Das Gasspeichervolumen wird sich in Deutschland, nach einer aktuellen Erhebung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), in den nächsten Jahren um weit mehr als die Hälfte der bisherigen Kapazität erhöhen. Dabei sollen rund drei Viertel des zusätzlichen Arbeitsgasvolumens in neuen Speicher-Projekten in Niedersachsen realisiert werden, teilte der LBEG Präsident Lothar Lohff mit.
Die Gesamtkapazität der deutschen Speicher soll sich nach den aktuellen Planungen von derzeit 21 Milliarden Kubikmeter auf rund 37 Milliarden Kubikmeter erhöhen. Auf das Konto der niedersächsischen Standorte würde dabei mehr als die Hälfte des Speichervolumens gehen.
Die Industrie will mit dem Ausbau der Speicherkapazitäten flexibler auf neue Marktentwicklungen reagieren können, die sich auch aus dem künftig wachsenden Angebot an russischem Erdgas aus der Ostseepipeline (Nord Stream) ergeben. Der Bau der 1200 Kilometer langen Ostseetrasse dieser Pipeline von Wyborg in Russland nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern hat vor kurzem begonnen. Erdgasspeicher erfüllen eine klassische Puffer-funktion, um saisonale und tageszeitliche Verbrauchsschwankungen abzufangen. Zudem haben sie eine strategische Bedeutung für Krisenzeiten.